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Faber Bau errichtet jüdische Gedenkstätte in Frankfurt

01.03.2013

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Im Auftrag der Stadt Frankfurt errichtet Faber Bau an der denkmalgeschützten alten Großmarkthalle – direkt am Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) – eine Erinnerungsstätte an den Holocaust. Im Keller der ehemaligen Markthalle mussten sich 1941 bis 1945 die jüdischen Bürger der Stadt zur Deportation versammeln.

Der Entwurf der Architekten KatzKaiser (Köln und Darmstadt) formt den Weg der Deportation nach, von einer Rampe in den Kellerraum und wieder über eine Rampe zum Stellwerk an den Gleisen. Die Elemente der neuen Gedenkstätte sind größtenteils vorhanden und werden von Faber Bau sorgfältig saniert. Faber Bau erstellt die Rampe in hochwertigem Sichtbeton, dessen Oberfläche im zweiten Schritt sandstrahlbehandelt wird.
Ende Oktober 2013 soll der Bau des ersten Teiles der Gedenkstätte abgeschlossen sein. Die Auftragssumme für diesen Abschnitt beträgt 1,1 Millionen Euro.


ZUM ARCHITEKTURKONZEPT

„Konservieren, markieren, einschreiben“, heißt es in KatzKaisers Konzept: Während die EZB in der entkernten Backsteinhülle der Großmarkthalle ihren Konferenzbereich einrichtet, machen die Architekten für die Erinnerungsstätte den Faber Bau errichtet jüdische Gedenkstätte in Frankfurt ehemaligen Kellerabgang als Betonrampe erkennbar. Sie wählten Sichtbetonflächen, die den beklemmenden Weg bis hin zum Keller einrahmen. Auf Wänden und Wegen finden sich Zitate von Zeitzeugen wieder.

Das Büro KatzKaiser erinnert mit einer betongefassten Rampe an die Deportation von mehr als 10.000 jüdischen Bürgern aus Frankfurt während des Zweiten Weltkrieges. Grafik: KatzKaiser, Köln/Darmstadt 2011